Randale an Bord

Airline fordert große Summe von Passagierin

Wegen Randale an Bord eines Passagierflugzeugs fordert der britische Billigflieger Jet2.com von einer Passagierin 85.000 Pfund (umgerechnet etwa 95.000 Euro) Schadenersatz. Zudem sei der Frau lebenslanges Flugverbot erteilt worden.

Ein Flug von London ins türkische Dalaman hatte im Juni wegen der renitenten Passagierin abgebrochen werden müssen. Zwei Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter begleiteten die Maschine zurück zum Flughafen Stansted, wo sie kurz zuvor gestartet war. Die 25-Jährige hatte nach Angaben der Airline einen "Katalog an aggressivem, beleidigendem und gefährlichem Verhalten" gezeigt. Unter anderem habe sie versucht, die Flugzeugtüre zu öffnen. Sie sei schließlich vom Kabinenpersonal und Mitreisenden überwältigt worden.

Die beiden Eurofighter ihrerseits verursachten einen Überschallknall, der vielen Menschen am Boden einen Schrecken einjagte. Die Polizei berichtete auf Twitter von zahlreichen Anrufern, die besorgt über eine laute Explosion gewesen seien.

Jet2.com-Geschäftsführer Steve Heapy bezeichnete das Verhalten der Frau als "einen der schlimmsten Fälle von störendem Verhalten, die wir erlebt haben". Sie müsse nun die Konsequenzen ihrer Taten tragen. "Wir werden unerbittlich die Rückerstattung der Kosten anstreben, die uns aufgrund dieser Flugumleitung entstanden sind", heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

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