Quartalszahlen

Lufthansa bleibt im Sommer hinter Erwartungen zurück

Mit neuen Airbus A-350 will Lufthansa einen Kostenvorteil gegenüber Wettbewerbern erlangen.
Dortmund Airport
Mit neuen Airbus A-350 will Lufthansa einen Kostenvorteil gegenüber Wettbewerbern erlangen.

Die Lufthansa steuert trotz des teuren Flugchaos im Sommer auf den zweithöchsten Jahresgewinn ihrer Geschichte zu. Für die vergangenen Sommermonate verhagelten allerdings unter anderem die vielen Verspätungen und Flugausfälle dem Dax-Konzern das Geschäft.

Sowohl das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) als auch der Nettogewinn dürften in diesem Jahr die Rekordwerte von 2017 nur leicht verfehlen, teilt Lufthansa mit. Bei den Plänen für 2019 tritt der Vorstand jedoch auf die Bremse, auch wegen der stark steigenden Kerosinpreise. Das Flugangebot soll im kommenden Sommer nur noch um 3,8 Prozent wachsen – etwa halb so stark wie für 2018 geplant.

Durch die Air-Berlin-Insolvenz habe es ein überproportionales Kapazitätswachstum gegeben, das 2019 deutlich geringer ausfalle. „Das Wachstum im Luftverkehr muss künftig stärker die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur am Boden und in der Luft berücksichtigen. Gleichzeitig wollen wir mit Kapazitätsdisziplin die Profitabilität unserer Airlines sichern. Wir erwarten, dass die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten spätestens ab 2019 zu höheren Ticketpreisen führen werden“, sagt Lufthansa-CEO Carsten Spohr.

Im dritten Quartal steigerte die Lufthansa ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal aufgrund veränderter Rechnungslegung nur um 1,5 Prozent auf fast zehn Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging auch wegen Sonderkosten für die Integration großer Teile der insolventen Air Berlin und der vielen Verspätungen und Flugausfälle im Sommer um elf Prozent auf 1,35 Mrd. Euro zurück. Der Überschuss sank um zehn Prozent auf knapp 1,1 Mrd. Euro. Analysten hatten mit etwas höheren Ergebnissen gerechnet. (dpa/ASC)

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