Prognose

Airbus erwartet noch größere Jet-Nachfrage

„Familienaufstellung“ – diese Jets, vom A-320neo bis zum A-380 produziert Airbus momentan.
Airbus
„Familienaufstellung“ – diese Jets, vom A-320neo bis zum A-380 produziert Airbus momentan.

Die Prognosen werden immer besser. Der Flugzeug-Hersteller Airbus rechnet in den nächsten 20 Jahren mit einem weiter steigenden Bedarf an Verkehrsjets.

Bis 2037 würden weltweit voraussichtlich 37.390 neue Passagier- und Frachtmaschinen benötigt, teilte das Unternehmen jetzt in London mit. Das sind rund 2500 Maschinen mehr, als 2017 für die folgenden zwanzig Jahre vorausgesagt. Bei den Passagierflugzeugen bezieht sich Airbus auf Typen mit mindestens 100 Sitzplätzen.

Der Zuwachs kommt insbesondere von den Mittelstreckenjets wie dem Airbus A-320neo und der Boeing B-737max sowie mittelgroßen Langstreckenjets mit zwei Triebwerken wie dem A-350 oder der B-787 („Dreamliner“). Vor allem durch sie dürfte sich die weltweite Flugzeugflotte in den nächsten zwei Jahrzehnten auf gut 48.000 Maschinen mehr als verdoppeln.

Bei den größten Typen wie dem A-380 oder der B-747-8, die als Passagierjets kaum noch gefragt sind, hat der neue Airbus-Verkaufschef Eric Schulz die Aufteilung der Prognose im Vergleich zum Vorjahr verändert. Das Segment umfasst nun Jets mit mindestens 350 statt 400 Sitzen und damit auch Modelle wie die A-350-1000, den bislang längsten Zweistrahler von Airbus. Etwa 1590 neue Maschinen dieser Größenordnung dürften bis zum Jahr 2037 benötigt werden, schätzt Schulz, der den Posten Anfang des Jahres vom langjährigen Verkaufschef John Leahy übernommen hat.

Die neue Marktstudie von Airbus erscheint wenige Tage vor der Luftfahrtmesse in Farnborough nahe London, die am 16. Juli beginnt. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats