Piloten-Streik

Bei Air Nostrum müssen 148 Linienflüge entfallen

Kurz vor Ostern drohen Reisenden in Spanien Flugausfälle und Wartezeiten am Airport Madrid Barajas.

Nachdem das Sicherheitspersonal des Flughafens der spanischen Hauptstadt bereits am Freitag in einen unbefristeten Streik getreten waren, legten am Montag auch die Mitarbeiter der Regionalfluggesellschaft Air Nostrum landesweit die Arbeit nieder. Zu dem Ausstand bei der Iberia-Tochter hatte die Piloten-Gewerkschaft Sepla aufgerufen.

Zunächst soll drei Tage lang gestreikt werden. Bis zum Mittwoch würden voraussichtlich 148 Flüge gestrichen, betroffen seien 10.000 Passagiere, teilte die Airline mit. Die Flüge nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln sowie auf die Kanarischen Inseln und nach Melilla sollen aber stattfinden. Ein weiterer Ausstand ist zwischen dem 22. und 24. April geplant.

Wegen des Streiks des Sicherheitspersonals in Madrid Barajas war es spanischen Medienberichten zufolge am Wochenende zu teils langen Wartenzeiten an den Gepäckkontrollen gekommen. Zuvor waren Verhandlungen mit dem Flughafen-Betreiber Aena gescheitert. Das Personal will mit dem Ausstand unter anderem bessere Arbeits- und Vertragsbedingungen erreichen.

An den Ostertagen könnte es in ganz Spanien zu einem Verkehrschaos kommen, nachdem das Flughafen-Bodenpersonal und die Lokführer der Bahngesellschaft Renfe ebenfalls zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen haben. Die spanische Regierung hatte zuletzt mitgeteilt, sie wolle versuchen, in allen Arbeitskonflikten zu vermitteln.

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