Piloten-Gewerkschaft VC

„Es gibt kein Enddatum für den Streik“

VC-Sprecher Jörg Handwerg zeigt sich kämpferisch.
Uwe Noelke/VC Cockpit
VC-Sprecher Jörg Handwerg zeigt sich kämpferisch.

Die Fronten zwischen den Lufthansa-Piloten und dem Management verhärten sich weiter. Der VC-Sprecher Jörg Handwerg orakelt nun gar von einem Streik ohne festgelegtes Enddatum.

Ein Ende des Piloten-Streiks bei der Lufthansa ist nicht absehbar. „Es gibt kein vorher festgelegtes Enddatum für den Streik“, sagte der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, nun der dpa in Frankfurt. Erklärtes Streikziel sei es, von der Lufthansa ein verhandlungsfähiges Angebot zu erhalten. Sobald dies vorliege, könne der am Mittwoch begonnene Arbeitskampf beendet werden. Dies sei Konsens unter den Gewerkschaftsmitgliedern. „Die Kollegen erwarten, dass wir die Lufthansa nicht mit Samthandschuhen anfassen.“

Handwerg bestätigte, dass die VC für den kommenden Mittwoch (30. November) eine Demonstration am Frankfurter Flughafen angemeldet hat. Das sei vorsorglich geschehen. Es gebe den Wunsch der Mitglieder, Einigkeit zu demonstrieren, wenn das zu diesem Zeitpunkt noch notwendig sein sollte. Ob bis zum Mittwoch gestreikt werde, stehe nicht fest, sondern hänge vom weiteren Verhalten der Lufthansa ab.

Die VC-Piloten seien auch während des Streiks in den Flughafen-Terminals unterwegs, um insbesondere zum hochbelasteten Bodenpersonal Kontakt zu halten, sagte der Sprecher auf Kritik, dass keine sichtbaren Streikposten zu finden seien. Die Piloten träten aber nicht mehr in Uniform auf, weil sie in der Vergangenheit schnell von Dritten ausgegrenzt und abgekanzelt worden seien. (dpa)

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