Piloten-Gewerkschaft

VC droht mit neuen Streiks

VC-Sprecher Jörg Handwerg sieht bislang „kein seriöses Angebot“ der Lufthansa.
Uwe Noelke/VC Cockpit
VC-Sprecher Jörg Handwerg sieht bislang „kein seriöses Angebot“ der Lufthansa.

Der Streit zwischen den Flugzeugführern und dem Management der Lufthansa eskaliert. Nachdem eine Untersagung des Streiks vor Gericht scheiterte, drohte VC-Sprecher Jörg Handwerg weitere Ausstände an.

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) droht mit weiteren Streiks bei der Lufthansa. „Wir sind abgekoppelt worden von der Lohnentwicklung in Deutschland in den letzten fünf Jahren und da möchten wir nicht länger zuschauen“, sagte Gewerkschaftssprecher Jörg Handwerg am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Solange „kein verhandlungsfähiges Angebot“ von der Lufthansa komme, könne es immer wieder zu neuen Ausständen kommen.

Die Airline hatte ein Lohnplus von 2,5 Prozent bis Ende 2018 angeboten. „Das ist aus unserer Sicht kein seriöses Angebot“, sagte Handwerg. Die VC verlangt Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent für fünf Jahre bis zum nächsten April.

Den Lufthansa-Vorschlag, in eine Schlichtung einzusteigen, hatte die VC vergangene Woche abgelehnt. Unternehmenssprecher Martin Leutke erneuerte die Forderung nach einer Schlichtung am Mittwoch. „Die Vereinigung Cockpit ist aber offenbar mehr an einer Eskalation interessiert als an einer zielorientierten Lösung des Konflikts.“

Die VC-Piloten legen die Airline seit dem frühen Mittwochmorgen großenteils lahm. Am Donnerstag soll der Streik weitergehen. Allein am heutigen Mittwoch fallen knapp 900 Flüge aus. (dpa)

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