Niederlande-Verbindungen

Deutsche Bahn will in neue Züge investieren

Bahnmanager sprechen von Zügen „in ICE-Qualität“, also ähnlich solcher ICE-4, die in einigen Jahren auf Routen in die Niederlande verkehren sollen.
Deutsche Bahn AG/Georg Wagner
Bahnmanager sprechen von Zügen „in ICE-Qualität“, also ähnlich solcher ICE-4, die in einigen Jahren auf Routen in die Niederlande verkehren sollen.

Keine Lokwechsel mehr an der Grenze. Die Bahn will von 2023 an neue Züge für Fahrten in die Niederlande einsetzen und dafür eine hohe Millionensumme in die Hand nehmen.

„Die Deutsche Bahn plant für diese Verkehre eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe“, sagte eine Bahn-Sprecherin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Damit könnten 20 bis 30 Minuten Reisezeit eingespart werden, so die Tageszeitung.

Früher als 2023 sei die Umstellung aber nicht zu realisieren. Grund seien das europaweite Vergabeverfahren, die Lieferfristen der Fahrzeugindustrie sowie die Abnahme- und Genehmigungsprozesse zur Inbetriebnahme. Die Züge „in ICE-Qualität“ sollten – anders als bisher – ohne Lokwechsel die Grenze passieren, schrieb die „FAZ“.

Vor allem die niederländische Bahn drängt auf eine schnellere Bahnanbindung von Amsterdam über Niedersachsen nach Berlin. Diesen Plänen nach soll die Fahrzeit zwischen Amsterdam und Berlin langfristig von sechs Stunden und 20 Minuten auf vier Stunden sinken. Auf der Bahnmesse Innotrans, die am heutigen Dienstag in Berlin beginnt, wollen die Niederländer für das Projekt werben.

Schon länger steigt die Zahl der Reisenden auf der über Rheine, Osnabrück, Hannover, Wolfsburg und Stendal führenden Strecke. Außerdem liegen Niedersachsen und die Bundeshauptstadt bei niederländischen Touristen im Trend. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats