New York

Neue U-Bahnlinie eröffnet

So sieht sie aus: eine Station der jüngsten New Yorker U-Bahnlinie unter der Second Avenue.
Metropolitan Transportation Authority / Patrick Cashin
So sieht sie aus: eine Station der jüngsten New Yorker U-Bahnlinie unter der Second Avenue.

Die ersten drei Bahnhöfe der weltweit teuersten U-Bahnlinie sind nun freigegeben. Wann unter Manhattan weiter gebuddelt wird, ist allerdings noch unklar.

Bald ein Jahrhundert nach den ersten Plänen für die neue New Yorker U-Bahnlinie an der Second Avenue in Manhattan ist der erste Zug zu seiner Jungfernfahrt angetreten. „Zurückbleiben, 2016! 2017 ist hier und mit ihm hat der erste Teil der brandneuen 2nd Ave U-Bahn die Fahrt aufgenommen“, twitterte Bürgermeister Bill de Blasio nach einer Fahrt-Party im neu eröffneten, ersten Streckenabschnitt in der Silvesternacht zum Sonntag.

Bereits seit 1929 gab es Ideen für die U-Bahn, die eines Tages vom nördlichen Stadtteil Harlem über den Ostteil Manhattans bis an dessen Südspitze führen soll. Der damalige Börsen-Crash, die folgende Weltwirtschaftskrise und schlechte Planung verzögerten den Bau aber. Nach mehreren Grundsteinlegungen und Tunnelausgrabungen in den 1970er Jahren begannen 2007 tatsächlich „richtige“ Bauarbeiten.

Eröffnet wurden zum Sonntag zunächst drei neue Stationen an der Upper East Side, deren Bau gemeinsam mit den Arbeiten im Tunnel 4,4 Mrd. Dollar (4,2 Mrd. Euro) kosteten. Insgesamt sollen 16 neue Bahnhöfe entstehen. Die Stadt hofft, das stark überlastete U-Bahnnetz durch die neue Linie zu entlasten. Unter der Woche wird das Netz jeden Tag durchschnittlich von 5,6 Mio. Menschen genutzt.

Ein Termin des Baubeginns für den zweiten Streckenabschnitt nach Norden steht wegen mangelnder Finanzierung noch nicht fest. Mit Kosten von etwa 2,2 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. Euro) pro Kilometer ist die Second Avenue Line dem Nachrichtenportal Vox.com zufolge schon jetzt die teuerste U-Bahnlinie der Welt. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats