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Air2E erweitert Flotte auf 18 Maschinen

Die Flugzeuge von Air2E fassen vier bis zehn Reisende.
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Die Flugzeuge von Air2E fassen vier bis zehn Reisende.

Das Berliner Unternehmen Air2E setzt auf individuelle Luftfahrt und sieht gerade in der Corona-Krise, wo Airlines ihre Flugpläne drastisch reduziert haben, eine Chance. Eingesetzt werden Propellerflugzeuge mit vier bis zehn Sitzen.

"Während viele Firmen jetzt beginnen, ihre Produktion hochzufahren, gibt es nahezu keine kommerzielle Luftfahrt", sagt Air2E-Geschäftsführer Norbert Werle. "Für dringende Geschäftsreisen ist das ein Dilemma ohne wirkliche Lösung." Individuelle Luftfahrt sei hier ein Ausweg, da die eigene Sicherheit und die der Mitarbeiter von höchster Priorität seien. Zudem sei in Krisenzeiten dafür möglicherweise Budget vorhanden.

Pendeln zwischen Partnerwerken

Durch mehrere Airline-Partner stünden Air2E, das 2017 gegründet wurde, inzwischen 18 Geschäftsreiseflugzeuge zur Verfügung, sagte Werle. Deren Positionierung innerhalb Europas und ihre unterschiedlichen Sitzplatzangebote erlaubten es, flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren. "Muss ein Team von acht Leuten ins Partnerwerk, um die Produktion hochzufahren, fliegen diese zwischen Unternehmensstandorten genauso individuell wie zwei Abnahmeingenieure zum Lieferanten."

Die Maschinen verfügen über vier bis zehn Sitze. Die Kosten der jeweils individuellen Verbindungen lägen dabei näher am Economy-Tarif als am Privatjet. Dadurch, dass die Zahl der Kontakte pro Reise minimiert sei, biete der Verkehr mit den Kleinflugzeugen zudem einen hohen Infektionsschutz.

Genutzt würden mehr als 1000 Regionalflughäfen europaweit. Die Pendelflüge, welche das Unternehmen für seine Kunden vornimmt, ersparten den Reisenden durchschnittlich zwei bis drei Stunden Reisezeit pro Strecke. Geflogen werde auch Fracht wie medizinische Güter.

Ziel sind E-Flugzeuge ohne Emissionen

Air2E strebe zudem eine nachhaltige, klimafreundliche Luftfahrt an. "„Wir stehen für den Aufbau einer elektrischen, individuellen Luftfahrt", sagt Werle. "Kleine Flugzeuge, wie wir sie einsetzen, werden schon in fünf Jahren komplett elektrisch betrieben werden können." Dadurch würden die Flüge völlig emissionsfrei.

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