Nach Schlaganfall an Bord

Fluggäste protestieren gegen Zwischenstopp

Auf dem Weg von München in die Dominikanische Republik musste ein Flugzeug einen Zwischenstopp einlegen. Grund war ein gesundheitlicher Notfall an Bord. Die Fluggäste zeigten für die Zwischenlandung wenig Verständnis.

Weil ein Passagier einen Schlaganfall hatte, hat ein Flugzeug auf dem Weg von München in die Dominikanische Republik eine ungeplante Zwischenlandung eingelegt. Einige Fluggäste zeigten jedoch wenig Verständnis für diesen Zwischenstopp auf der kanadischen Insel Neufundland, wie ein Sprecher der Fluggesellschaft Condor in Frankfurt am Sonntag bestätigte. Sie beschwerten sich demnach beim Personal über die Verspätung.

Der Facebook-Post einer Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks (BR), die an Bord war und ihre Erschütterung über diese Reaktion äußerte, sorgte am Wochenende in den sozialen Medien für viel Aufsehen.

Der Notfall ereignete sich bereits am Dienstag: Der Pilot fragte den Condor-Angaben zufolge mit einer Durchsage, ob sich ein Arzt an Bord befinde. Die Flugbegleiter kümmerten sich nach dem Schlaganfall um den Mann. Die Crew-Mitglieder würden jedes Jahr medizinisch geschult, um auf solche Notfälle vorbereitet zu sein, sagte der Condor-Sprecher. Die Crew sei auch von einigen Fluggästen unterstützt worden. Am Flughafen von Neufundland holte ein Notarzt den Patienten ab und brachte ihn in ein Krankenhaus. Nachdem das Flugzeug aufgetankt wurde, setzte es die Reise fort und kam mit einer Verspätung von zwei Stunden und 45 Minuten in Punta Cana an. (dpa)

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