Nach Lion-Air-Unglück

Indonesien will Absturzbericht in einem Monat vorlegen

Rund eine Woche nach dem Absturz einer Boeing B-737max8 in Indonesien haben die Ermittler Daten aus dem Flugschreiber der Unglücksmaschine ausgelesen.

Ihren Bericht zum Absturz einer Passagiermaschine mit 189 Todesopfern will Indonesiens Flugaufsicht im nächsten Monat vorlegen. Dies kündigte der Chef der zuständigen Behörde KNKT, Soerjanto Tjahjono, nun in Jakarta an. Nach seinen Angaben haben die Behörden inzwischen Flugdaten-Aufzeichnungen der B-737 über einen Zeitraum von insgesamt 69 Stunden gesichert. Nach dem Stimmenrekorder, der die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, werde allerdings noch gesucht.

Die Uhrzeit, zu der die FDR-Aufzeichnungen enden, deckt sich den Behördenangaben zufolge mit den letzten Tracking-Daten des Fluges: 6.31 Uhr indonesischer Zeit (0.31 Uhr MEZ). Die Maschine des Billigfliegers Lion Air war kurz nach ihrem Start vom Flughafen in Jakarta ins Meer gestürzt. Bei dem Unglück waren alle 189 Insassen ums Leben gekommen. Vermutet wird, dass technische Probleme die Ursache waren

Erst am Tag zuvor hatte es in der Unglücksmaschine Schwierigkeiten mit Cockpit-Instrumenten gegeben. Die Bordcomputer machten unterschiedliche Angaben zu Flughöhe und -geschwindigkeit. Die fabrikneue Maschine war erst seit diesem Sommer im Betrieb. (dpa)

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