Nach erneutem Feuerwehr-Einsatz

Entwarnung am Flughafen Hamburg

Steckte psychische Belastung dahinter? Am Tag nach dem Reizgas-Alarm klagten mehrere Beschäftigte am Flughafen Hamburg über Unwohlsein. Die Feuerwehr rückte erneut an, konnte aber keine Ursache finden. Flüge waren nicht betroffen.

Nach einem erneuten Einsatz von Rettungskräften am Hamburger Flughafen am Montagmorgen gab es nachmittags Entwarnung. Die Feuerwehr konnte keinerlei Auffälligkeiten feststellen, insbesondere kein Reizgas in der Raumluft, wie der Flughafen mitteilte.

Mehrere Beschäftigte einer Sicherheitsfirma hatten über Unwohlsein und Atemwegsreizungen geklagt und sich krankgemeldet. Die Feuerwehr hatte daraufhin den Arbeitsplatz abgesperrt und untersucht.

Betroffen waren 14 Personen, von denen eine in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Vorübergehend kam es vor den Sicherheitsschleusen zu längeren Wartezeiten, der Flugbetrieb lief jedoch störungsfrei weiter. Alle Flüge konnten pünktlich starten und landen.

Am Sonntag war der Flughafen für eine Stunde geräumt worden, weil viele Menschen über Atemwegsreizungen, Augenbrennen und Übelkeit geklagt hatten. Rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK versorgten zwischenzeitlich 68 Betroffene. Offenbar hatte sich ein Reizgas über die Klimaanlage des Flughafens verbreitet. „Nach diesem Vorfall waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hamburg Airport besonders sensibilisiert“, heißt es in der Mitteilung. „Die Einsatz- und Rettungskräfte gehen jedem Verdacht mit höchster Priorität nach.“

Die Ermittlungen der Polizei zu dem Vorfall am Sonntag laufen weiter. Die Beamten würden nun Videos auswerten und Zeugen befragen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde einem Passagier eine Spraydose mit Pfefferspray abgenommen und in eine Kiste geworfen.

Ob die Dose defekt oder undicht war und wie das Gas entweichen konnte, ist Teil der Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen gefährlichen Körperverletzung. (dpa)

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