Nach dem Grounding

Tausende Passagiere von Aigle-Azur-Pleite betroffen

Rund 13.000 Passagiere sind laut französischem Verkehrsministerium noch von der Streichung aller Flüge der angeschlagenen Airline Aigle Azur betroffen.

Der Großteil der Menschen, etwa 11.000, sei auf Flüge nach Algerien gebucht gewesen, sagte der Staatssekretär für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, der Tageszeitung "Le Parisien". Gemeinsam mit anderen Fluglinien, darunter Air France, sei ein Hilfsplan erstellt worden, um die Passagiere noch an ihre Ziele zu bringen, so Djebbari.

Aigle Azur hatte mit Ablauf vom vergangenen Freitag den Flugbetrieb eingestellt. Die finanzielle Lage des Unternehmens und die sich daraus ergebenden betrieblichen Schwierigkeiten erlaubten es nicht, Flüge über den Freitagabend hinaus zu gewährleisten, teilte die Airline am Donnerstagabend mit. Vergangene Woche hatte ein Handelsgericht bei Paris ein förmliches Sanierungsverfahren für Aigle Azur eröffnet.

Mögliche Interessenten haben noch bis Montagmittag Zeit, ein Angebot abzugeben. Djebbari zeigte sich zuversichtlich, dass ein Käufer für Aigle Azur gefunden wird. Unter anderem die Air-France-Gruppe, Easyjet und Air Caribbean spielten Djebbari zufolge mit dem Gedanken, ein Angebot vorzulegen. Die 1946 gegründete Airline ist auf Flüge von Frankreich nach Algerien spezialisiert. Sie betreibt elf Flugzeuge.
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