Nach B-737max-Produktionskürzung

Boeing gerät an der Börse unter Druck

Hebt erstmal nicht mehr ab: Boeing hat die Produktion der B-737max gedrosselt.
Boeing
Hebt erstmal nicht mehr ab: Boeing hat die Produktion der B-737max gedrosselt.

Die Produktionskürzung der B-737max bringt Boeing an der Börse unter Druck. Die Aktie sackte ab.

Die Drosselung der Produktion der Unglücksflieger-Baureihe B-737max belastet Boeing an der Börse. Die Aktien des US-Luftfahrtriesen sackten am Montag im vorbörslichen US-Handel um mehr als vier Prozent ab. Nach zwei Flugzeugabstürzen baugleicher Maschinen vom Typ B-737max 8 in weniger als einem halben Jahr und weltweiten Startverboten für die gesamte Baureihe steht Boeing massiv unter Druck. Am Freitag hatte der US-Hersteller mitgeteilt, die monatliche Fertigungsrate der B-737max-Serie von Mitte April an um fast ein Fünftel von 52 auf 42 Maschinen zu kürzen.

Eigentlich war geplant gewesen, die Produktion der bestverkauften Modellreihe bis zum Sommer deutlich zu erhöhen. Doch weil die Maschinen derzeit nicht ausgeliefert werden können und angesichts der Ungewissheit, wann sie überhaupt wieder starten dürfen, musste Boeing reagieren. Zudem drohen Stornierungen: Inzwischen setzte mit der China Aircraft Leasing Group ein weiterer Kunde eine große B-737max-Bestellung bis zur Klärung der Flugsicherheit der Jets aus, wie die "South China Morning Post" berichtete. Bei den beiden Abstürzen waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

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