Nach B-737max8-Abstürzen

Boeing verhandelt mit Opferangehörigen über Vergleich

Der US-Flugzeug-Hersteller Boeing verhandelt mit Familienangehörigen von einigen der Opfer des Lion-Air-Absturzes vom vergangenen Jahr über einen Vergleich.

Die Parteien hätten sich geeinigt, eine rasche Lösung auszuloten, damit die Betroffenen ohne lange Rechtsverfahren entschädigt werden können, erklärte ein Boeing-Sprecher. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass eine Einigung bis August angestrebt werde. Boeing sei im Zusammenhang mit dem Absturz der B-737max8 in Indonesien, bei dem am 29. Oktober alle 189 Menschen an Bord starben, mit mehr als 50 Klagen konfrontiert. Weitere dürften laut Klägeranwälten dazukommen.

Der US-Konzern steht nach zwei Abstürzen von B-737max-Jets binnen weniger Monate stark in der Kritik. Nach dem Unglück in Indonesien kam es am 10. März zu einem weiteren Absturz in Äthiopien, bei dem alle 157 Menschen an Bord ums Leben kamen. Untersuchungsberichte deuteten auf eine fehlerhafte Fluglage-Software von Boeing als entscheidende Ursache hin. US-Behörden ermitteln, ob bei der Zulassung der Flugzeuge alles mit rechten Dingen zuging. Boeing wird verdächtigt, die Entwicklung der Jets wegen hohen Konkurrenzdrucks überstürzt und die Sicherheit vernachlässigt zu haben.

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