Millionenschaden

Korean-Air-Boss wegen Untreue angeklagt

Der Vorsitzende von Korean Air, Cho Yang Ho, muss sich wegen des Vorwurfs der Untreue und illegaler Geschäftstätigkeiten vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 69-jährigen Chef der größten südkoreanischen Airline Anklage erhoben

Das meldet die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Cho, dessen Familie zuletzt in den Verdacht des Warenschmuggels geraten war, soll dem Unternehmen Schaden von mehr als 20 Mrd. Won (15,3 Mio. Euro) zugefügt haben.

Die Ermittler beschuldigen Cho laut Yonhap unter anderem, auf unfaire Weise Aufträge an Unternehmen vergeben zu haben, die von Mitgliedern seiner Familie kontrolliert werden. Cho ist auch Vorsitzender des Hanjin-Konzerns, zu dem die Airline gehört. Auch gehen die Ermittler davon aus, dass Cho vier Jahre lang eine Apotheke ohne die entsprechende Gewerbeberechtigung betrieben habe.

Im April hatten Ermittler der Zollbehörde die Zentrale und weitere Büros von Korean Air wegen des Verdachts durchsucht, dass Chos Familie Luxuswaren ins Land geschmuggelt habe.

Chos älteste Tochter, Cho Hyun Ah, hatte vor etwa vier Jahren mit einem Wutanfall in einem Flugzeug von Korean Air für einen Skandal gesorgt. Sie war in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin Nüsse in einer Tüte und nicht in einer Schale reichte. Als Folge eines Streits wurde das Flugzeug von der Startbahn auf einem Flughafen in New York wieder zum Gate gezogen. Cho wurde im Februar 2015 wegen Gefährdung der Luftfahrtsicherheit zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. In einem Berufungsprozess erhielt sie später eine Bewährungsstrafe. (dpa)

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