Milliardenforderung

Air-Berlin-Gläubiger wollen Etihad verklagen

Ohne die laufende finanzielle Unterstützung durch Etihad hätte Air Berlin svhon früher die Segel streichen müssen.
AirBerlin Group
Ohne die laufende finanzielle Unterstützung durch Etihad hätte Air Berlin svhon früher die Segel streichen müssen.

Die von Gläubigern der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin angestrebte Klage auf Schadenersatz in Milliardenhöhe gegen den Großaktionär Etihad rückt einem Medienbericht zufolge näher.

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ soll Insolvenzverwalter Lucas Flöther in Kürze einen Vertrag mit einem Prozessfinanzierer abschließen, der den Klägern Kostenrisiken abnimmt. Dies hätten die Gläubiger am Freitag beschlossen.

Der Insolvenzverwalter äußerte sich dazu nicht. „Wir geben keinen Kommentar ab“, sagte Flöthers Sprecher Christoph Möller am Sonntag. Dem Zeitungsbericht zufolge rechnet der Gläubigerausschuss mit Prozesskosten zwischen 10 und 30 Mio. Euro.

Seit 2012 hielt der National Carrier der Vereinigten Arabischen Emirate 29,2 Prozent an Air Berlin. Er versorgte das Unternehmen mehrfach mit frischem Geld und sicherte sich über die Beteiligung Zugang zum deutschen Markt. Noch im April 2017 hatte der Großaktionär der damals zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft in einem „Letter of Support“ weitere Unterstützung für mindestens 18 Monate zugesagt. Doch im August 2017 meldete Air Berlin Insolvenz an, nachdem Etihad abrupt die Geldzufuhr beendet hatte. (dpa)

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