Luxair-Unfall von Saarbrücken

Ermittlungen gegen Co-Pilotin beendet

Fast 900 Meter schrammte eine Luxair-Turboprop über die Startbahn des Flughafens Saarbrücken. Es war menschliches Versagen. Doch die Co-Pilotin wird dafür nicht einmal belangt.

Eineinhalb Jahre nach dem Unfall einer Luxair-Maschine auf dem Flughafen Saarbrücken hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Co-Pilotin eingestellt. Die 29-Jährige habe den Unfall im September 2015 zwar verursacht, weil sie beim Start das Fahrwerk zu früh einzog, teilten die Staatsanwälte nun mit. Sie habe sich damit aber nicht strafbar gemacht.

Die zweimotorige Turboprop hatte durch das zu frühe Einfahren des Fahrwerks nicht abheben können. Das Heck war auf die Startbahn geschlagen. Die Maschine rutschte rund 875 Meter über die Piste, bis sie zum Stillstand kam. Die 20 Menschen an Bord überstanden das Unglück unverletzt.

Es habe sich um „ein Augenblicksversagen“ der Co-Pilotin gehandelt, das kein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Frau habe sich nicht erklären können, warum sie so früh den Hebel zum Fahrwerk-Einfahren umgelegt hatte.

Auch habe die Co-Pilotin sich nicht wegen Gefährdung des Luftverkehrs strafbar gemacht. Ein „grob pflichtwidriges Verhalten“ liege nicht vor. Nach früheren Angaben von Luxair wird die Frau nicht mehr als Pilotin eingesetzt. (dpa)

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