Lutfhansa-Piloten

Gehaltsverhandlungen gescheitert

Droht der 14. Piloten-Streik bei der Lufthansa? Zu dem im Frühjahr 2012 ausgelaufenen Vergütungstarifvertrag gibt es noch immer keine Folgeregelung. Das Management schlägt nun die Schlichtung vor.

Bei der Lufthansa werden erneute Streiks der Piloten wahrscheinlicher. Verhandlungen zum Einzelthema der Vergütung von rund 5400 Piloten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Tochter Germanwings sind dem Vernehmen nach gescheitert. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für diesen Montag zu einer Pressekonferenz am Frankfurter Flughafen eingeladen, um über das weitere Vorgehen zu informieren.

Nach bislang 13 Streikwellen ist die Sachlage in dem festgefahrenen Tarifkonflikt komplizierter denn je. Mit der Altersversorgung und den Übergangsrenten sind weitere Tarifthemen ungeklärt. Auch hatten beide Seiten bislang vergeblich versucht, die Arbeitsbedingungen für Piloten bei der Billigtochter Eurowings zu regeln. Ein isolierter Tarifabschluss zu den Gehältern wurde daher schon im Vorfeld als unwahrscheinlich angesehen.

Die Lufthansa will erneute Streiks ihrer Piloten mit einer Schlichtung abwenden. Man habe der Vereinigung Cockpit schriftlich zwei konkrete Schlichter vorgeschlagen, erklärte ein Unternehmenssprecher nun. Eine Antwort sei noch nicht eingetroffen. Die Verhandlungen zum tariflichen Einzelthema der Vergütung von Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings sind dem Vernehmen nach gescheitert, so dass ein erneuter Piloten-Streik möglich erscheint.

Der alte Vergütungstarifvertrag für die Konzern-Piloten ist im Frühjahr 2012 ausgelaufen. Die VC hatte für die zwei darauffolgenden Jahre Forderungen von 5,2 Prozent sowie 4,6 Prozent aufgestellt, die weiter bestehen, und wollte auch über die Folgejahre sprechen. Lufthansa hatte zuletzt im Rahmen einer Gesamtlösung 4,4 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern angeboten. (dpa)

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