Lufthansa-Streik

Kein Ansturm auf die Bahn

Flughafen-Bahnhof Frankfurt: Eher weniger als sonst los.
Fraport
Flughafen-Bahnhof Frankfurt: Eher weniger als sonst los.

Am ersten Streiktag nutzten nur wenige LH-Flugpassagiere andere Massenverkehrsmittel, um ihre Ziele in Deutschland zu erreichen. Lediglich Flixbus hatte auf wenigen Strecken spürbar mehr Gäste als gewöhnlich.

Der Piloten-Streik bei der Lufthansa hat bei der Deutschen Bahn nicht zu einem Ansturm geführt. Es gebe keine Rückmeldungen über besonders volle Züge als Folge des Streiks, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Er wies darauf hin, dass die meisten Inlandsflüge inzwischen von Töchtern der Lufthansa abgewickelt werden, die derzeit nicht bestreikt würden. Außerdem steige nicht jeder Passagier, dessen Flug ausfällt, auf die Bahn um.

Nach Angaben der Lufthansa wurden am Mittwoch rund 2200 Flugtickets in Bahnfahrscheine umgewandelt. Eine ähnliche Größenordnung sei für Donnerstag zu erwarten, sagte eine Sprecherin. Die Bahn befördert im Fernverkehr täglich etwa 360.000 Fahrgäste.

Der Fernbus-Anbieter Flixbus spricht von einer steigenden Nachfrage auf Metropolverbindungen wie Berlin–München und Frankfurt–Paris. Dort gebe es bis zu zehn Prozent mehr Buchungen als sonst, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. (dpa)

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