LH-Piloten-Streik

Einstweilige Verfügung gestoppt

Auch am heutigen Dienstag fallen wieder Hunderte LH-Flüge aus.
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Auch am heutigen Dienstag fallen wieder Hunderte LH-Flüge aus.

Die Lufthansa hat ihren juristischen Widerstand gegen die Streiks der Piloten vor dem Landesarbeitsgericht München aufgegeben. Auf Reisende kommen damit erneut Hunderte Flugausfälle zu. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht.

Die Piloten-Streiks bei der Lufthansa gehen nach einer zweitägigen Streikpause nun in die zweite Woche. Die Fluggesellschaft gab am Montagabend ihren Versuch auf, die Ausstände noch vor Gericht stoppen zu wollen. Diesen Dienstag sind damit erneut Zehntausende Passagiere von Flugausfällen betroffen.

Lufthansa scheiterte am Montagabend damit, die Streiks noch vor Gericht zu stoppen. Sie hatte einen Antrag auf einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht München eingereicht und erklärt, sie halte Teile der Lohnforderung der Piloten für rechtswidrig. Konkret hatte Lufthansa kritisiert, dass die Forderung von VC, ab dem 13. Beschäftigungsjahr höhere Gehaltssteigerungen zu verlangen, gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgebot verstoße. Jüngere Piloten würden diskriminiert.

Das Arbeitsgericht wies die Beschwerde jedoch ab. Daraufhin hatte Lufthansa mit dem Landesarbeitsgericht München die nächste Instanz angerufen. Doch dann zog sie ihre Beschwerde zurück. „Die Lufthansa AG hat das Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts nach knapp eineinhalb Stunden Verhandlung zurückgenommen“, teilte das Landesarbeitsgericht mit. Damit sei die Entscheidung des Arbeitsgerichts rechtskräftig.

Eine genaue Begründung für den Rückzug lieferte die Lufthansa nicht. Eine Sprecherin sprach von „juristischen Gründen“, die man nicht kommentieren wolle. Für die Fluggesellschaft ist es schon die zweite juristische Niederlage. Bereits vergangene Woche hatte sie versucht, die Streiks der Piloten vor Gericht aufzuhalten, scheiterte aber vor zwei Frankfurter Arbeitsgerichten. (dpa)

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