Lärmzuschlag

Zürich Airport erhöht Fluggebühren

In Zürich ist das Starten und Landen mit besonders lauten Flugzeugen in den Randzeiten per sofort teurer.

So steigt der Nachtzuschlag von 22.30 Uhr an für den Start eines Langstreckenflugzeugs – etwa Boeing B-777-300ER – fast auf das Vierfache. Die neue Gebührenordnung ist seit dem heutigen Mittwoch in Kraft. Von 23.30 Uhr bis 6 Uhr gilt in Zürich ein Nachtflugverbot.

Die Behörden wollen Fluggesellschaften dazu bringen, mit leiseren Maschinen oder zu anderen Zeiten zu fliegen. Die Einnahmen sollen ausschließlich in den Lärmschutz fließen, etwa für Schallschutzfenster für Flughafen-Anwohner.

Gemeinden in Süddeutschland streiten seit Jahren mit den Schweizern über den Fluglärm. Viele Starts und Landungen führen über deutsches Staatsgebiet. Der Schutzverband für die Bevölkerung um den Flughafen Zürich begrüßte die Gebührenerhöhung, hält aber auch die neuen Gebühren noch für zu niedrig.

Diese Woche testen Forscher, ob leisere Anflüge mit einem neuen Assistenzsystem erreicht werden können. Die Software macht Piloten Vorgaben, etwa wann das Flugzeug sinken oder wann das Fahrwerk ausgefahren werden soll. Das soll den Lärmpegel um bis zu einem Viertel senken.
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