Kuwait-Airways-Urteil

Abgewiesener Passagier geht in Berufung

Nicht mitgenommen: Kuwait Airways weigerte sich, einen Israeli zu befördern.
Airbus
Nicht mitgenommen: Kuwait Airways weigerte sich, einen Israeli zu befördern.

Kuwait Airways hatte einen israelischen Passagier nicht mitgenommen. Der klagte dagegen und scheiterte vor einem deutschen Gericht. Nun hat er Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Nun hat es das Gericht bestätigt: Der mit einer Klage gegen Kuwait Airways gescheiterte israelische Flugpassagier wehrt sich gegen die Entscheidung des Frankfurter Landgerichts. Es sei Berufung eingelegt worden, teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstag in Frankfurt mit. Ein Sprecher des Klägers hatte diesen Schritt am Montag bereits verkündet.

Der Israeli hatte einen Flug von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenstopp in Kuwait gebucht. Als die staatliche Airline aus Kuwait von seiner Staatsangehörigkeit erfuhr, stornierte sie den Flug und berief sich auf ein kuwaitisches Gesetz von 1964, das Vereinbarungen mit Israelis verbietet.

Dagegen klagte der Betroffene, verlangte eine Beförderung und wollte wegen Diskriminierung entschädigt werden. Das Gericht entschied dann Mitte November, es sei der Fluggesellschaft nicht zuzumuten, einen Vertrag zu erfüllen, wenn sie damit einen Gesetzesverstoß nach den Regeln des eigenen Staates begehe und deswegen damit rechnen müsse, dort bestraft zu werden. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats