Klimadiskussion hilft

ÖBB baut internationales Nachtzug-Angebot aus

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bauen ihr internationales Angebot an Nachtzug-Verbindungen auch quer durch Deutschland aus.

Das Angebot profitiere von der Klimadiskussion, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä nun in Wien. Auf einzelnen Strecken wie München–Rom, Wien–Hamburg und Wien–Zürich lägen die Zuwachsraten im ersten Halbjahr 2019 bei zehn Prozent und mehr.

Von Januar 2020 an werde über die aktuell 26 Verbindungen hinaus zweimal wöchentlich ein Nightjet zwischen Wien beziehungsweise Innsbruck nach Brüssel verkehren, so Matthä. Von Dezember 2020 an solle noch eine Verbindung zwischen Wien und Amsterdam dazukommen. "Wir werden nicht aufhören", kündigte der Bahnchef weitere Nachtzüge an.

Zu den neuen Fernverkehrsverbindungen zähle vom Mai 2020 an ein Angebot auf der Strecke zwischen Graz und Berlin via Dresden, sagte Matthä bei der Präsentation des neuen Fahrplans. Im Nahverkehr wollen die ÖBB mehrere Hundert Züge zusätzlich einsetzen. Die seit Jahren hohen Investitionen in die Infrastruktur – 2020 sind 2,5 Mrd. Euro geplant – hätten dazu geführt, dass die ÖBB "die pünktlichste Bahn in der EU" sei, erklärte Matthä.
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