Klimadebatte

Linke will staatliche Regulierung von Bahn- und Flugticketpreisen

Die Linke hat eine Reihe von Ideen vorgelegt, mit denen die Partei Bahnfahren attraktiver machen will. Ein Vorschlag: Kein ICE-Ticket dürfe mehr kosten als ein vergleichbarer Inlandsflug.

Die Linke ist für eine "politische Preisregulierung" im Bahn- und Flugverkehr, um die Ticketpreise auf der Schiene zu senken. Ziel müsse es sein, dass die Preise für den Regionalverkehr bei der Bahn schrittweise um 50 Prozent reduziert würden. Zudem dürfe kein ICE-Ticket mehr kosten als ein vergleichbarer Inlandsflug, heißt es in einem Konzept, das im Parteivorstand der Linken beschlossen wurde. "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" hatten zuerst darüber berichtet.


Die Linke plädiert in dem Papier außerdem für eine Senkung der Mehrwertsteuer bei Bahn-Tickets, Bahn-Investitionen und für die Einführung einer "Sozial-Bahncard 50" für Menschen mit niedrigen Einkommen. Um innerdeutsche und zentral-europäische Flüge zu ersetzen, müsse es einen Ausbau bei der Bahn in der Fläche, in den Ballungsräumen und im Nachtzug-Netz geben. Um das zu finanzieren, spricht sich die Linke unter anderem für eine Besteuerung von Kerosin aus. Es müsse gelten "Zug vor Flug. Subventionen zu Gunsten der Bahn umschichten."

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. M. Schroeder
    Erstellt 14. August 2019 14:10 | Permanent-Link

    Super Idee, der Staat schreibt die Preise vor, hatten wir doch schon alles einmal. Und war ja ein richtiges Erfolgs,- und Exportmodell... Und dann per Bahn, die ja zumeist nicht pünktlich fährt, morgens zum Meeting von Berlin nach München und abends zurück, toll...

  2. Wolfgang Schneider
    Erstellt 15. August 2019 10:49 | Permanent-Link

    Und wie soll das by Dynamic Pricing funktionieren? Die Bahn schaut dann immer auf die Veränderungen bei den Flugpreisen und passt diese zeitgleich an? Schöner Traum... Aber Politiker dürfen und sollen Visionen haben.

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