Kirgistan

Fracht-Jumbo stürzt in Siedlung

Ein Frachtflugzeug stürzt in der Nähe von Kirgistans Hauptstadt Bischkek in bewohntem Gebiet ab. Unter den Toten sollen viele Kinder sein.

Beim Absturz einer türkischen Frachtmaschine in Zentralasien sind einem Medienbericht zufolge mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug zerstörte etwa 15 Häuser in einer Siedlung nahe des Flughafens Manas in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, wie die russische Nachrichtenagentur Tass nun unter Verweis auf Behördenangaben meldete.

Das kirgisische Gesundheitsministerium sprach von 32 Toten, darunter viele Kinder. „Aber die Informationen ändern sich ständig und wir denken, die Zahl der Toten könnte auf 30 bis 40 steigen“, zitierte Tass das Ministerium. Die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von 15 Toten.

Am Unglücksort seien nach Angaben der kirgisischen Behörden die Leichen von Erwachsenen und Kindern gefunden worden, berichtete Tass. Bei den Toten habe es sich größtenteils um Anwohner gehandelt. Außerdem sei einer der beiden Piloten ums Leben gekommen. Acht Menschen wurden demnach verletzt geborgen, darunter sechs Kinder.

Die Maschine vom Typ Boeing B-747-400 gehörte den Angaben zufolge der ACT Airlines. Laut dem Tass-Bericht war das Frachtflugzeug am Montagmorgen um etwa 7.30 Uhr (Ortszeit) in der Nähe des Flughafens Manas in eine Siedlung gestürzt, zwei Häuser gingen in Flammen auf. Starts und Landungen auf dem Flughafen Manas wurde nach dem Unglück eingestellt. Über die Ursache des Unglücks machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines teilte mit, weder das Flugzeug noch die Besatzung an Bord gehörten zu Turkish Airlines. Nach Angaben von ACT wurde die Firma 2004 gegründet. Sie ist demnach fast vollständig im Besitz einer chinesischen Gruppe und eines türkischen Teilhabers. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats