Jet-Vermietung

Lufthansa und Laudamotion legen Zwist bei

Lufthansa drängt darauf, die derzeit neun an Laudamotion vermieteten Airbus-Jets schnell zu übernehmen.
Mef.ellingen/Wikimedia, CC BY-SA 4.0
Lufthansa drängt darauf, die derzeit neun an Laudamotion vermieteten Airbus-Jets schnell zu übernehmen.

Ryanair-Boss Michael O’Leary kann sich freuen. Die Lufthansa Group und die Ryanair-Tochter Laudamotion legen ihren Zwist über gekündigte Leasing-Verträge für neun Airbus-Jets bei.

Die österreichische Airline werde die Mittelstreckenjets zwischen dem 31. Dezember 2018 und dem 30. Juni 2019 an die Lufthansa zurückgeben, teilen beide Seiten nun mit. Damit hat sich der eigentlich für November geplante Prozess vor einem Londoner Gericht erübrigt.

Der Lufthansa-Konzern hatte angesichts der Übernahme von Laudamotion durch den irischen Billigflieger Ryanair im Sommer die Daumenschrauben angezogen. Dazu kündigte er Verträge für neun Flugzeuge, die bisher an Laudamotion vermietet waren. Das entspricht fast der Hälfte der Flotte des österreichischen Ferienfliegers, der im Frühjahr die Nachfolge der früheren Air-Berlin-Tochter Niki angetreten hatte.

Laudamotion sei ihren Zahlungsverpflichtungen „zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen“, hatte Lufthansa den Schritt begründet. Laudamotion-Chef Andreas Gruber beteuerte damals, das Unternehmen habe alle Rechnungen in Verbindung mit den vermieteten Flugzeugen beglichen. Ryanair warf der Lufthansa wiederum vor, Zahlungen von 1,5 Mio. Euro an Laudamotion verzögert zu haben.

Laudamotion ist derzeit mit einer Flotte von 19 Flugzeugen unterwegs. Neben den neun Airbus-Maschinen, die mit Laudamotion-Piloten und -Flugbegleitern besetzt sind, fliegen zehn Boeing-Flugzeuge mit Ryanair-Besatzung für die Österreicher. Laudamotion-Gründer Niki Lauda und Ryanair-Chef Michael O’Leary planen für die Fluggesellschaft aber mit einer reinen Airbus-Flotte. Derzeit sind die Maschinen am Markt aber nur schwer zu bekommen. (dpa)

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