Januar bis März

Lufthansa erleidet Verlustquartal

Die Lufthansa Group hat im ersten Quartal 2019 hohe Verluste eingeflogen. Teures Kerosin und der Ticket-Preiskampf in Europas haben die Lufthansa überraschend tief in die roten Zahlen gedrückt.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist von plus 52 Mio. Euro im ersten Quartal 2018 auf minus 336 Mio. Euro im ersten Quartal 2019 eingebrochen.

Das Ergebnis war unter anderem durch um 202 Mio. Euro gestiegene Treibstoffkosten belastet worden. Zudem haben marktweite Überkapazitäten in Europa zu einem hohen Preisdruck geführt. Außerdem war das erste Quartal 2018 noch vom Kapazitätsrückgang nach dem Marktaustritt von Air Berlin geprägt gewesen und daher ein außergewöhnlich starker Vergleichswert.

Teures Kerosin und der Ticket-Preiskampf in Europa haben die Lufthansa zum Jahresstart überraschend tief in die roten Zahlen gedrückt. Dennoch will Finanzchef Ulrik Svensson an seiner Gewinnprognose für 2019 keine Abstriche machen. "Wir sehen für das kommende Quartal eine gute Buchungslage. Zugleich haben wir unser Wachstum deutlich reduziert", sagte der Manager bei der unerwarteten Vorlage der Eckdaten in Frankfurt. In den kommenden Monaten rechnet er wieder mit einem Anstieg der Ticketpreise.

An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an. Nach Handelsstart in Frankfurt sackte der Kurs der Lufthansa-Aktie Dienstagfrüh um gut 4 Prozent ab, konnte das Minus aber dann auf 2 Prozent eindämmen. Der operative Quartalsverlust sei noch höher ausgefallen als selbst die größten Pessimisten unter den Experten erwartet hätten, schrieb Analyst Michael Kuhn von der französischen Bank Société Générale.
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