Illegale Deutschland-Einreisen

Großkontrolle von Fernbussen

In einer mehrtägigen Aktion hat die Polizei etliche Fernbusse in Grenznähe kontrolliert. Fast 150 illegale Einreisen wurden dabei festgestellt.

Bei einem bundesweiten Großeinsatz gegen illegale Einreisen hat die Polizei 87.282 Passagiere von Fernbussen in Grenznähe kontrolliert. Dabei hätten Hunderte Beamte zwischen dem 27. März und dem 2. April insgesamt 146 unerlaubt Eingereiste registriert, teilte die Bundespolizei nun in Potsdam mit. Im vergangenen Jahr seien insgesamt fast 6000 unerlaubte Einreisen mit Fernbussen registriert worden. Zuerst hatte die Tageszeitung „Bild“ über die Aktion berichtet.

Bei den illegal Eingereisten handelte es sich nach diesen Angaben unter anderem um 17 somalische, 14 nigerianische, 13 albanische sowie je sieben algerische und ägyptische Staatsangehörige. 54 Personen hätten nicht über ein erforderliches Visum verfügt und 84 keinen Reisepass gehabt. Zudem seien 16 gefälschte Reisepässe und fünf gefälschte Visa festgestellt worden. 50 Reisende seien sofort ins Ausland zurückgeschickt und 37 weiteren die zeitweise Einreise erlaubt worden. 18 Menschen hätten Asyl beantragt und 37 Reisende seien an Ausländerbehörden oder Jugendämter weitergeleitet worden.

Es seien auch mehrere offene Haftbefehle vollstreckt worden. So wurde etwa am 27. März bei der Kontrolle eines Fernbusses in der Bundespolizei-Inspektion Trier ein Schwede entdeckt, gegen den in seinem Heimatland ein europäischer Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stockholm wegen versuchter Tötung und Körperverletzung vorlag. Eine Auslieferung nach Schweden sei geplant. (dpa)

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