Hauptstadt-Flughafen

TÜV prüft Zeitplan zur BER-Eröffnung

Liegt so friedlich da: Der neue Hauptstadt-Flughafen BER.
Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Liegt so friedlich da: Der neue Hauptstadt-Flughafen BER.

Notstromkabel und Brandmelder: Seit Jahren wird am neuen Hauptstadt-Flughafen an den gleichen Problemen gearbeitet. Können die Termine diesmal eingehalten werden?

Am neuen Hauptstadt-Flughafen beraten der TÜV und der Aufsichtsrat an diesem Freitag über den Zeitplan bis zur Inbetriebnahme des problemträchtigen Projekts. Der TÜV ist skeptisch, ob Tests der Anlagen im BER-Terminal wie geplant im Frühjahr beginnen können. Sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens.

Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup will erreichen, dass im Oktober 2020 die ersten Flugzeuge am BER abheben – neun Jahre später als anfänglich geplant. Baumängel, Technikprobleme und Planungsfehler haben schon sechs Eröffnungstermine zunichte gemacht. Im Zentrum der Arbeiten stehen noch immer die Brandmeldeanlage und Kabeltrassen im Terminal.

Im Berliner Abgeordnetenhaus waren in den vergangenen Tagen Befürchtungen laut geworden, dass der Eröffnungstermin platzen könnte. Die Flughafen-Gesellschaft geht aber davon aus, dass es bis zum Herbst 2020 noch Zeitpuffer gibt.

Die Tagesordnung des Aufsichtsrats für die Sitzung in Schönefeld ist lang, erst am Abend will Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider Ergebnisse verkünden. Thema ist auch der Bau des neuen Terminals 2, der seit dem Herbst läuft. Außerdem geht es um das geplante Terminal 3.

Der Aufsichtsrat hat zudem seine eigene Arbeit durch einen externen Berater evaluieren lassen. Er stellt dem Gremium nun seine Ergebnisse vor. Die 20-köpfige Runde ist dafür da, die gesamte Arbeit der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH zu überwachsen, also auch den Betrieb der bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld.

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