Hauptstadt-Flughafen

Berlins Bürgermeister Müller muss über BER aussagen

Liegt so friedlich da: Der neue Hauptstadt-Flughafen BER.
Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Liegt so friedlich da: Der neue Hauptstadt-Flughafen BER.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller muss Rechenschaft für sein Krisenmanagement am neuen Hauptstadt-Flughafen ablegen.

Der BER-Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhauses hat den SPD-Politiker für den heutigen Freitag als Zeugen geladen. Müller war von Juli 2015 bis März 2017 Aufsichtsratschef der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft.

Ob und wie ausführlich Müller schon am Freitag befragt werden kann, ist noch unklar. Zunächst will der Ausschuss den früheren Innensenator und Ex-Flughafen-Aufsichtsrat Frank Henkel (CDU) vernehmen.

In Müllers Amtszeit als Aufsichtsratschef fielen die Absage der Flughafen-Eröffnung 2017, Auseinandersetzungen mit Baufirmen und eine Führungskrise im Unternehmen. In deren Verlauf machte das Gremium Müllers Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup zum Flughafen-Chef. Müller zog sich zurück.

Der neue Flughafen sollte eigentlich im Herbst 2011 in Betrieb gehen. Nach zahlreichen Baumängeln, Technikproblemen und Planungsfehlern wird der Start nun für Oktober 2020 angestrebt. Eigentümer der Flughafen-Gesellschaft sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund.
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