Halbjahreszahlen

Streiks bremsen Air France-KLM aus

Im ersten Halbjahr 2018 zu lange am Boden: Jets von Air France am Flughafen Paris-CDG.
Christophe Leroux Air France
Im ersten Halbjahr 2018 zu lange am Boden: Jets von Air France am Flughafen Paris-CDG.

Europas drittgrößter Airline-Konzern, Air France-KLM, verliert im ersten Halbjahr Marktanteile. Dies resultiert vor allem aus den Streiks in Frankreich. Bei KLM und Billigflieger Transavia läuft es hingegen viel besser.

Von Januar bis Juni zählte der Konzern knapp 48,5 Mio. Fluggäste und damit 2,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das teilte Air France-KLM nun in Paris mit.

Allerdings kam der Zuwachs von der niederländischen Sparte KLM und der Billigtochter Transavia. Bei den französischen Marken Air France und Hop! ging das Fluggast-Aufkommen um 0,7 Prozent zurück. Rund die Hälfte des Geschäfts von Air France-KLM entfällt auf die beiden französischen Airlines.

Neben den tagelangen Streiks bei Air France schlugen auch die Ausstände bei der französischen Flugsicherung negativ zu Buche. Allerdings: Im Juni blieb das Unternehmen von Streiks verschont, nachdem die Arbeitnehmer-Vertreter zwischenzeitlich zu neuen Arbeitsniederlegungen aufgerufen hatten. Die Zahl der Passagiere wuchs in dem Monat im Jahresvergleich konzernweit um 3,7 Prozent.

Die Streikaktionen hatten vor mehreren Monaten begonnen. In der Folge trat der bisherige Konzernchef Jean-Marc Janaillac zurück. Das Unternehmen wird derzeit von einem Übergangsteam geführt, die Suche nach einem Nachfolger läuft. (dpa)

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