Streiks im Großraum Paris

ÖPNV-Reisende sollen für Ausfälle entschädigt werden

Nach mehr als einem Monat Dauerstreik im öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Frankreich sollen nun Fahrgäste im Großraum Paris entschädigt werden.

Nutzer des "Navigo"-Dauerpasses würden den Abo-Preis für den Monat Dezember zurückerstattet bekommen, teilte die Präsidentin des Pariser Nahverkehr-Betreibers Île-de-France Mobilités, Valérie Pécresse, per Twitter mit. Sie habe sich mit den Pariser Verkehrsbetrieben RATP und der französischen Staatsbahn SNCF auf die Rückerstattung geeinigt. Eine entsprechende Website für die Kunden werde bis Ende des Monats eingerichtet, so Pécresse.

Seit dem 5. Dezember streiken in Frankreich mehrere Gewerkschaften gegen die geplante Rentenreform der Regierung unter Staatschef Emmanuel Macron. Der Verkehr der Metros in Paris und der Zugverkehr im ganzen Land sind seither stark beeinträchtigt – vor allem in der Hauptstadt liegen die Nerven der Fahrgäste langsam blank. Nach einer schnellen Einigung zwischen den Gewerkschaften und der Regierung sieht es derzeit nicht aus. Für den heutigen Donnerstag haben die Gewerkschaften erneut zu einem neuen Massenprotest und branchenübergreifenden Streiks aufgerufen.
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