Gewerkschaft alarmiert

Ryanair geht in Clinch mit Lauda-Piloten

Europas größter Billigflieger erhöht nach Gewerkschaftsangaben den Druck auf die Beschäftigten seiner österreichischen Tochter Lauda.

Ryanair verlange bis zum 14. August die Zustimmung zu einigen Neuregelungen im Kollektivvertrag, teilte die Gewerkschaft Vida mit. Im Raum stünden auch Kündigungen für Piloten und Co-Piloten. Ryanair verfolgt derzeit unter anderem wegen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenjet B-737max einen Sparkurs.

"Die Beschäftigten haben dem Betriebsrat und der Gewerkschaft den Rücken gestärkt, indem sie mit riesiger Mehrheit gegen das rechts- und sozialwidrige Ultimatum der Lauda-Geschäftsführung gestimmt haben", sagte Vida-Chef Roman Hebenstreit. Das Unternehmen verlangt demnach mehr Flugstunden und Eingriffe bei Urlaubs- und Freizeitansprüchen.

Bei Ryanair stehen wegen des B-737max-Flugverbots Hunderte Stellen auf der Kippe. Schon jetzt habe die Airline mehr als 500 Piloten und rund 400 Flugbegleiter zu viel, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary jüngst. Als weiterer Grund für die Krise gilt die Unsicherheit durch den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Lauda, vor 18 Monaten unter dem Namen Laudamotion aus der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki entstanden und später von Ryanair übernommen, sah sich bis vor kurzem auf Expansionskurs.

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