Gespräche mit Flugbegleiter-Gewerkschaft

Lufthansa geht im Tarifkonflikt auf UFO zu

Die Lufthansa geht im festgefahrenen Tarifkonflikt einen Schritt auf die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO zu.

Die Fluggesellschaft teilt nun mit, sie biete der Gewerkschaft an, "auch ohne verbindliche Friedenspflicht bei den Tochter-Fluggesellschaften Eurowings, Germanwings und Cityline den umfassenden Schlichtungsprozess zu beginnen". So solle der Einstieg in eine große Schlichtung mit UFO ermöglicht werden.

"Lufthansa setzt weiter alles daran, eine 'große' Schlichtung mit UFO für die Kernmarke zu vereinbaren, um die drängenden Probleme der Kabinen-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zu lösen", heißt es in der Lufthansa-Mitteilung. In diesem Zusammenhang werde auch ein Moderationsprozess bei der Tochter Germanwings angestrebt, "in dem alle offenen Tariffragen besprochen werden können".

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor drei Wochen etwa 1500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Am Dienstag hatten Lufthansa und UFO mit zwei prominenten Vermittlern erneut Kurs auf eine umfassende Schlichtung genommen. Die Airline benannte den früheren Präsidenten der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, als möglichen Schlichter. Die Gewerkschaft hatte für ihre Seite den SPD-Politiker Matthias Platzeck vorgeschlagen. Bis zu diesem Donnerstag wollten beide Seiten über eine Schlichtungsvereinbarung verhandeln.
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