Germanwings-Absturz

Gedenkskulptur für Opfer enthüllt

Aus 149 Teilen für die 149 Opfer setzt sich die Gedenkskulptur zusammen.
Lufthansa
Aus 149 Teilen für die 149 Opfer setzt sich die Gedenkskulptur zusammen.

Direkt am Absturzort des Germanwings-Jets in den französischen Alpen soll eine Gedenkskulptur aufgestellt werden. Das Kunstwerk wurde nun vor Angehörigen auf einer Gedenkfeier enthüllt.

Zwei Jahre nach dem Absturz des Germanwings-Flugs 4U-9525 ist am Unglücksort in den französischen Alpen eine Skulptur zum Gedenken an die Opfer enthüllt worden. Der Chef des Germanwings-Mutterkonzerns Lufthansa, Carsten Spohr, übergab das Werk „Sonnenkugel“ des deutschen Künstlers Jürgen Batscheider an die Angehörigen. An der nicht öffentlichen Gedenkfeier in Le Vernet nahmen mehr als 500 Angehörige teil, wie das Unternehmen mitteilte.

Bei dem Gedenkelement handelt es sich um eine vergoldete Kugel mit einem Durchmesser von fünf Metern, die aus 149 Elementen besteht. Das war die Zahl der Passagiere und Crew-Mitglieder, die nach den offiziellen Ermittlungsergebnissen von dem Co-Piloten Andreas Lubitz mit in den Tod gerissen wurden. Lubitz selbst wird also nicht in die Trauer mit einbezogen, was Lufthansa allerdings nicht kommentieren wollte. Die Skulptur sei nach den Wünschen der Angehörigen gefertigt worden, sagte ein Sprecher lediglich.

Im Inneren der Sonnenkugel befindet sich den Angaben zufolge ein kristallförmiger Zylinder, in dem Holzkugeln eingeschlossen werden, die die Angehörigen der Opfer mit persönlichen Erinnerungsstücken befüllen können. Die Skulptur soll unmittelbar an der Absturzstelle ihren endgültigen Platz finden, sobald das Wetter die Arbeiten zulässt. Sie wird dann von der Plattform am Aussichtspunkt Col de Mariaud sichtbar sein. (dpa)

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