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Streit um Ryanair eskaliert

Eine Ryanair-Maschine am Flughafen Frankfurt
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Eine Ryanair-Maschine am Flughafen Frankfurt

Weiter Ärger um Ryanair: Einen Tag vor dem ersten Linienflug des irischen Billigfliegers ab Frankfurt warf Condor-Chef Ralf Teckentrup dem Betreiber Fraport vor, die Kapazität passgenau für den neuen Wettbewerber auszubauen.

Zum kommenden Winterflugplan werde die maximale Zahl der in einer Stunde möglichen Starts und Landungen von 100 auf 104 hochgesetzt, sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup in Frankfurt bei einer Veranstaltung der hessischen Unternehmerverbände. Das sei völlig ungewöhnlich, da dieser so genannte Slot-Eckwert sonst nur zum Sommer erhöht werde.

Ryanair plant einen massiven Ausbau seines Angebots von vier Verbindungen im Sommer auf 24 im Winterflugplan. Der Slot-Eckwert beschreibt die Leistungsobergrenze eines Flughafens, die aber nur in Belastungsspitzen erreicht wird. Frankfurt ist laut Planfeststellung bei Vollausbau auf maximal 126 Starts und Landungen in der Stunde ausgelegt.

Auch Lufthansa hatte zuvor Fraport für die Preisnachlässe kritisiert, die das Unternehmen Ryanair gibt. Ein Fraport-Sprecher wies die Condor-Kritik zurück: Der geplante Kapazitätsausbau habe nichts mit der Nachfrage durch einzelne Gesellschaften zu tun, sondern komme allen Airlines zugute. „Wir wollen an Flugbetrieb realisieren, was möglich ist, um irgendwann auch die 126 Flugbewegungen pro Stunde zu erreichen.“ Dies geschehe in enger Abstimmung mit der Deutschen Flugsicherung und setze voraus, dass es ausreichend Abfertigungsmöglichkeiten gebe. Fraport baut dazu gerade ein drittes Passagier-Terminal. (dpa)

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