Flugzeug- und Zughersteller

Bombardier erleidet hohen Quartalsverlust

Der kriselnde kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier schließt das vergangene Geschäftsjahr mit tiefroten Zahlen ab.

Im vierten Quartal lag das Betriebsergebnis mit 1,7 Mrd. US-Dollar (umgerechnet 1,6 Mrd. Euro) im Minus, wie das Unternehmen in Montreal mitteilt. Im entsprechenden Jahresendquartal 2018 hatte es noch einen Gewinn von 342 Mio. Dollar gegeben.

Grund für den starken Rückgang sind unter anderem hohe Kosten im europäischen Eisenbahngeschäft. Auf Medienberichte, wonach die Sparte verkauft werden soll, ging Bombardier zunächst nicht ein. Spekulationen über einen bevorstehenden Deal mit der französischen Alstom hatten der Aktie am Vortag starken Kursauftrieb gegeben.

Die Erlöse der Kanadier sanken in den drei Monaten bis Ende Dezember um zwei Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar. Im Geschäftsjahr 2019 machte Bombardier einen Nettoverlust von 1,6 Mrd. Dollar, 2018 hatte das Unternehmen 318 Mio. Dollar verdient. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 15,8 Mrd. Dollar zurück.

Bombardier steckt in argen Finanznöten und hatte vor der Bilanzvorlage bereits bekanntgegeben, aus seinem letzten großen Flugzeugprogramm auszusteigen. Airbus und die kanadische Provinz Québec übernehmen Bombardiers verbliebenen Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen für den Kurz- und Mittelstreckenjet A-220.
stats