Flugverkehr

USA verbieten Tablets im Handgepäck

Tablett mit in die Kabine nehmen? Auch das ist auf diversen Flügen zwischen muslimischen Ländern und den USA nun verboten.
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Tablett mit in die Kabine nehmen? Auch das ist auf diversen Flügen zwischen muslimischen Ländern und den USA nun verboten.

Mit Terrorgefahr begründet die US-Regierung ihr Verbot, größere Elektronikgeräte auf einigen Nonstop-Diensten aus muslimisch geprägten Ländern weiter an Bord mitnehmen zu dürfen. Großbritannien zieht nach.

Die US-Regierung verbietet die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Nonstop-Flügen von zehn Flughäfen in die Vereinigten Staaten. Alle acht Länder befinden sich im Nahen Osten oder in Nordafrika. Das teilte das Heimatschutz-Ministerium auf seiner Website mit und bestätigte damit Medienberichte. Großbritannien ergriff ähnliche Maßnahmen, Deutschland nicht.

Das DHS begründet die Maßnahmen, die von vielen Passagieren als sehr störend empfunden werden dürften, mit Terrorgefahr: „Terroristische Gruppen peilen weiterhin das kommerzielle Flugwesen an und verfolgen aggressiv innovative Methoden, um ihre Attacken zu verüben.“

Verboten sind den US-Angaben nach an Bord alle elektronischen Geräte, die größer als Mobiltelefone sind, also Laptops, Tablet-Computer, E-Book-Reader oder Kameras. Die Elektronikgeräte können jedoch im Gepäck aufgegeben werden, das im Flugzeugbauch verstaut wird. Medizinische Geräte bleiben an Bord erlaubt.

Die zehn betroffenen Flughäfen liegen in Ägypten, Jordanien, Katar, Kuwait, Marokko, Saudi-Arabien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten, also in größtenteils muslimisch geprägten Staaten. Ob weitere Orte in Zukunft betroffen sein könnten, blieb zunächst unklar.

Großbritannien folgt US-Beispiel

Großbritannien schloss sich der US-Maßnahme für die meisten Staaten an. Größere elektronische Geräte würden im Handgepäck auf Flügen aus Ägypten, Jordanien, Libanon, Saudi-Arabien, der Türkei und Tunesien verboten, erklärte die britische Regierung. Dagegen teilte die Bundesregierung mit, vergleichbare Regelungen seien „derzeit in Deutschland nicht vorgesehen“. Deutsche Flughäfen seien von den US-Maßnahmen nicht betroffen.

Betroffen von den US-Maßnahmen sind Medienberichten zufolge neben Turkish Airlines auch Etihad Airways, Royal Jordanian und Saudi Arabian Airlines, da diese Nonstop-Flüge in die Vereinigten Staaten von den besagten Flughäfen anbieten.

US-Gesellschaften oder Fluggesellschaften aus Deutschland fallen demnach nicht unter diese Einschränkungen.

Die Fluggesellschaften wurden am Dienstagmorgen (US-Ostküstenzeit) informiert. Laut US-Heimatschutz-Ministerium haben sie 96 Stunden Zeit für die Umsetzung. Die Maßnahme ist zunächst bis zum 14. Oktober dieses Jahres vorgeschrieben, dann soll neu entschieden werden. (dpa)

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