Flugverbot für B-737 Max

Norwegian will Schadenersatz von Boeing

Heben erstmal nicht ab: Die Boeing B-737 Max-Maschinen von Norwegian.
Norwegian
Heben erstmal nicht ab: Die Boeing B-737 Max-Maschinen von Norwegian.

Mit Norwegian verlangt die erste Airline Schadenersatz von Boeing. Die Kosten, die durch das Startverbot für den B-737 Max entstehen, müssten vom Hersteller getragen werden.

Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian pocht wegen des Flugstopps ihrer Boeing-Maschinen vom Typ B-737 Max 8 bei dem US-Flugzeugbauer auf Schadenersatz. Es sei offensichtlich, dass die Kosten, die durch das vorübergehende Startverbot für brandneue Flugzeuge entstünden, auch von denjenigen getragen würden, die diese Maschinen hergestellt hätten, teilte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Norwegian versuche nun, die Ausfälle mit anderen Flugzeugen, Umbuchungen und möglichst wenig Unzulänglichkeiten für die Passagiere aufzufangen.

Nach dem Entschluss zum Stopp der B-737 Max 8 am Dienstag mussten nach Konzernangaben bislang insgesamt 19 Flüge nach und von Norwegen aus gestrichen werden. Die Fluglinie setzt ihre 18 Modelle von dem Typ auf Langstrecken ein. Insgesamt starten täglich rund 650 Norwegian-Flüge.

Norwegian hatte sich nach dem tödlichen Absturz einer Passagiermaschine in Äthiopien mit 157 Toten dazu entschlossen, alle Boeing B-737 Max 8 ihrer Flotte bis auf Weiteres aus der Luft zu holen. Aufgrund von Empfehlungen der europäischen Luftfahrtbehörden blieben die Maschinen bis auf Weiteres am Boden, hatte die Airline am gestrigen Dienstag mitgeteilt.

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