Flughafen Wien

Gericht verbietet dritte Startbahn

Der Flughafen Wien-Schwechat aus der Vogelperspektive. Auch er stößt nun an Wachstumsgrenzen, da keine dritte Start- und Landebahn gebaut werden darf.
Hansueli Krapf/Wikimedia, CC BY-SA 3.0
Der Flughafen Wien-Schwechat aus der Vogelperspektive. Auch er stößt nun an Wachstumsgrenzen, da keine dritte Start- und Landebahn gebaut werden darf.

Dieses Urteil aus Österreich trifft die Luftfahrt unvermittelt. Aus Klimaschutzgründen darf am Flughafen in Wien-Schwechat keine dritte Lande- und Startbahn gebaut werden.

Das Bundesverwaltungsgericht wies einen Antrag zur Errichtung und zum Betrieb einer weiteren Flughafen-Piste ab. „Durch den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat und dem damit erhöhten Flugverkehr würden die Treibhausgas-Emissionen Österreichs deutlich ansteigen“, hieß es zur Begründung.

Die hohe CO2-Belastung sei gewichtiger einzuschätzen als die wirtschaftlichen und arbeitmarktpolitischen Interessen. Die Möglichkeiten des Flughafens, den Ausstoß von Treibhausgasen durch eigene Maßnahmen zu verringern, seien nicht ausreichend. „Auch ist die Erhaltung wertvollen Ackerlands für zukünftige Generationen zur Nahrungsmittelversorgung dringend geboten“, so das Urteil (Aktenzeichen W109 2000179-1/291E).

Ein Flughafen-Sprecher bedauerte das Urteil und kündigte juristischen Widerstand an. „Die Flughafen Wien AG wird gegen diesen Bescheid vorgehen und in dieser Frage den Verwaltungsgerichtshof befassen“, sagte der Sprecher. Ohne weitere Piste seien die Wettbewerbschancen des Wirtschafts- und Tourismus-Standortes Österreich bedroht. Schwechat ist mit mehr als 20 Mio. Passagieren im Jahr ein wichtiges Drehkreuz gerade für den Flugverkehr in Richtung Ost- und Südosteuropa. (dpa)

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