Flughafen Frankfurt

LH klagt vorerst nicht gegen Fraport

Im Streit mit dem Frankfurter Flughafen-Betreiber Fraport um Rabatte für Billigflieger wie Ryanair setzt die Lufthansa auf eine Lösung am Verhandlungstisch. Doch die Konfrontation geht weiter.

Von einer Klage werde erst einmal abgesehen, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister der „Frankfurter Rundschau“. Man sei an einer konstruktiven Lösung interessiert. „Wir müssen wieder zu einer guten Systempartnerschaft am Standort Frankfurt kommen.“

Hohmeister bekräftigte aber, eine Absenkung der Airport-Gebühren für Lufthansa-Maschinen bleibe das Ziel. „Die Gebühren müssen sich zumindest einmal annähern. Warum sollten wir das Doppelte zahlen?“, sagte er der Zeitung.

Seit Ende März starten und landen die Jets des Billigfliegers Ryanair auf dem größten deutschen Airport. Die Lufthansa und auch andere Fluggesellschaften hatten mit scharfer Kritik auf das Rabatt-Programm der Fraport reagiert, das den Iren im ersten Jahr einen Nachlass von 50 Prozent bei den Gebühren gewährt. Die etablierten Airlines fordern gleiche Preise auf gleichen Strecken. Lufthansa hatte gedroht, vor Gericht zu ziehen.

Fraport hatte sich jüngst zuversichtlich gezeigt, den Streit beilegen zu können. „Wir kommen in den Diskussionen voran. Ich bin zuversichtlich, dass Lufthansa auch in Frankfurt wieder stärker wachsen wird“, hatte Fraport-Chef Stefan Schulte dem „Handelsblatt“ gesagt. Der Start von Ryanair tue der Lufthansa weh. Genauso schmerzten Fraport aber die Entscheidungen des Hauptkunden zum Aufbau anderer Drehkreuze oder bezüglich des Billigablegers Eurowings. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats