Flughafenausbau

München und Lufthansa wollen Satelliten erweitern

Münchens Flughafenchef Michael Kerkloh und Wilken Bormann, CEO Lufthansa-Hub München, bei der Unterzeichnung eines Letter of Intent zu gemeinsamen Ausbauplänen.
Flughafen Muenchen GmbH, Flughafen Muenchen GmbH
Münchens Flughafenchef Michael Kerkloh und Wilken Bormann, CEO Lufthansa-Hub München, bei der Unterzeichnung eines Letter of Intent zu gemeinsamen Ausbauplänen.

Der Flughafen München und die dort beheimatete Lufthansa wollen gemeinsam expandieren und den erst 2016 eröffneten Satelliten von Terminal 2 ausbauen. Beide Seiten haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

An Montag haben die Partner in einer Absichtserklärung verkündet, das gemeinschaftlich betriebene Terminal 2 beziehungsweise dessen Satellitengebäude durch einen rechtwinklig nach Osten anschließenden Baukörper, den sogenannten "T-Stiel", zu erweitern. So sollen die heutigen Passagierkapazitäten um bis zu zehn Millionen Fluggäste pro Jahr erweitert werden.

Wie bereits das Satellitengebäude soll auch der Erweiterungsbau an den Klima- und Umweltzielen der Bauherren ausgerichtet werden und – wie auch der gesamte Flughafen – bis 2030 CO2-Neutralität versprechen. Noch befinden sich die Planungen in einem frühen Stadium. Nähere Details ihrer künftigen Kooperation sollen dann in einem Memorandum of Understanding (MoU) vereinbart werden.

"Wir schaffen damit ein starkes Fundament für die erfolgreiche Fortsetzung und den Ausbau unserer Zusammenarbeit, von der nicht nur beide Unternehmen, sondern auch der Wirtschaftsstandort Bayern in erheblichen Maße profitieren wird", so Flughafenchef Michael Kerkloh, der sich zum Jahreswechsel nach 17 Jahren in den Ruhestand verabschiedet und den Airport an seinen Nachfolger Jost Lammers übergeben wird.

So soll der Satellit von Terminal 2 in München erweitert werden.
Flughafen München
So soll der Satellit von Terminal 2 in München erweitert werden.


"Einmal mehr zeigen wir am Premiumstandort München, wie man in gelebter Systempartnerschaft Zukunft verantwortungsvoll gestalten kann", sagt Wilken Bormann, Lufthansa-CEO Hub München. "Damit dies auch vollumfänglich gelingt, ist mehr denn je eine direkte Anbindung des Flughafens an den Schienenfernverkehr notwendig. Nur so ist künftig ein sinnvolles Zusammenspiel der Verkehrsträger möglich, und wir können Ultrakurzstrecken mit dem Flugzeug reduzieren", fordert er in dem Kontext von der Politik.
Michael Kerkloh live erleben
Der scheidende Airport-Chef Michael Kerkloh bleibt der Luftfahrt erhalten und wird schon im Januar wieder live zu erleben sein – als Redner auf dem European Aviation Symposium (EAS): Nach dem erfolgreichen Auftakt EAS Anfang 2019 geht es mit der über die nationalen Grenzen hinausreichende Top-Veranstaltung für die Luftfahrt in die zweite Runde. Führungskräfte und Top-Entscheider der Airline-Branche beleuchten mit hochkarätigen Experten, Managern und Politikern eine der spannendsten Marktentwicklungen in der europäischen Wirtschaft. Die Veranstaltung findet am 28. und 29. Januar 2020 in München statt. Die Neuordnung im Ferienflug wird dabei nicht zu kurz kommen. Das gesamte Programm finden Sie hier.

Lufthansa und Flughafen pflegen in München eine besondere Partnerschaft. Bereits seit 2003 betreiben sie zusammen das zuvor gemeinsam errichtete dortige Terminal 2, in dem Lufthansa und die Star-Alliance-Carrier abgefertigt werden.

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