Flughäfen in Berlin und Hamburg

Bodenabfertiger bis 11 Uhr im Ausstand

Wenig zu sehen vom Warnstreik am Hamburg Airport. Nur ein Teil der Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste folgte dem Streikaufruf.
Lenthe/touristik-foto.de
Wenig zu sehen vom Warnstreik am Hamburg Airport. Nur ein Teil der Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste folgte dem Streikaufruf.

Ein von der Gewerkschaft Verdi ausgerufener Warnstreik für die Berliner Flughäfen sowie den Hamburg Airport läuft. Vorab wurden in Berlin 72 Flüge gestrichen. Die Streikbeteiligung ist allerdings insbesondere in Hamburg eher mäßig.

Wegen eines Warnstreiks des Bodenpersonals müssen sich Fluggäste in Berlin und Hamburg am Mittwochmorgen auf Wartezeiten und Flugausfälle einstellen. Grund ist ein Tarifkonflikt um bessere Bezahlung, Arbeitszeiten und Aufstiegsmöglichkeiten.

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hat die Gewerkschaft Verdi rund 2000 Bodenservice-Mitarbeiter zwischen 5 und 11 Uhr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Zum Bodenservice zählen zum Beispiel Check-in und Gepäckabfertigung, aber auch das Einweisen und Betanken der Maschinen.

In Hamburg sollen Mitarbeiter der Flugzeug- und Gepäckabfertigung, des Terminal-Busverkehrs sowie von Reinigungsdiensten streiken. Der Ausstand soll sich laut Verdi auf die um 4 Uhr beginnende Frühschicht beschränken und im Laufe des Tages beendet werden. Der Flughafen schließt Auswirkungen auf den Flugverkehr nicht aus, will diese aber so gering wie möglich halten. Gegen 6.30 Uhr teilte der Flughafen mit, dass die Auswirkungen weniger stark als erwartet sind. „Die Lage zu Betriebsbeginn zeigt: Die Streikbeteiligung ist nicht sehr stark so dass die Bodenverkehrsdienste ihren Service weitestgehend sicherstellen können“, sagte die Flughafen-Pressesprecherin Janet Niemeyer. Es mussten zunächst auch keinerlei Flüge entfallen.

Airlines strichen in Erwartung des Streiks Flüge

Air Berlin teilte bereits mit, dass rund 60 Flüge von und nach Berlin-Tegel ausfallen. Es könne auch noch zu weiteren Flugstreichungen kommen. Zudem seien auch starke Einschränkungen bei der Gepäckabfertigung zu erwarten. Es werde empfohlen, möglichst nur mit Handgepäck zu reisen.

Easyjet cancelte sechs Abflüge sowie sechs Landungen am Flughafen Schönefeld. „Es besteht zudem die Möglichkeit, dass andere Flüge verspätet sind“, hieß es in einem ersten offiziellen Statement des Billigfliegers. Die betroffenen Reisenden könnten ihren Flug ohne zusätzliche Kosten umbuchen oder stornieren.

Der Flughafen-Verband ADV nannte die Warnstreiks unangemessen. „Es ist nicht hinzunehmen, dass Verdi die Flughäfen als öffentlichkeitswirksame Bühne zur Durchsetzung ihrer Forderungen schädigt und die Belange der Reisenden dabei völlig ausblendet“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. (LS/dpa)

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