Flugbegleiter-Gewerkschaft

UFO bietet Lufthansa Friedenspflicht an

Wie groß ist die Streikfreude bei der LH-Kabinengewerkschaft UFO? Es wird nun sogar angeboten, eine Friedenspflicht zu befolgen.
DLH/Jens Goerlich
Wie groß ist die Streikfreude bei der LH-Kabinengewerkschaft UFO? Es wird nun sogar angeboten, eine Friedenspflicht zu befolgen.

Im Konflikt mit der Lufthansa geht die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO einen Schritt auf das Unternehmen zu.

UFO bietet Lufthansa eine vierwöchige Friedenspflicht an, in denen es keine Urabstimmung über Streiks geben solle. Das Unternehmen müsse lediglich zustimmen, die jüngst von Lufthansa angezweifelte Rolle der Gewerkschaft als Tarifpartner in vertraulichen Gesprächen zu klären.

Sollte Lufthansa bis kommenden Mittwoch (10. Juli) den Vorschlag nicht annehmen, werde man kurz danach die Urabstimmung über Streiks bei den Töchtern Eurowings und Germanwings einleiten, sagte ein UFO-Sprecher. Wenig später sollten die UFO-Mitglieder dann auch über Ausstände bei Lufthansa abstimmen. "Das Forderungspaket für Lufthansa steht und muss nur noch durch eine interne Abstimmung."

Ein Lufthansa-Sprecher erwiderte, Streiks könne es derzeit ohnehin nicht geben, da es weder offene Tarifverträge noch Forderungen gebe. "Damit besteht sowieso die Friedenspflicht."

UFO hatte Mitte Juni mit Streiks des Kabinenpersonals in der Ferienreisezeit gedroht. Im Hintergrund steht ein seit Monaten währender Konflikt: UFO hatte Tarifverträge mit der Lufthansa bereits im März gekündigt, das Unternehmen hat diese Kündigungen jedoch nicht anerkannt. Lufthansa hatte kürzlich auf die aus Sicht des Unternehmens unklare Lage bei der Gewerkschaft verwiesen. "Derzeit ist für uns nicht erkennbar, wann und wie UFO ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt", hatte das Unternehmen erklärt.

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