Flugbegleiter-Aufbegehren

Gewerkschaft UFO kündigt LH-Tarifverträge

Von Mitte des Jahres an können LH-Flugbegleiter ihren Tarifforderungen durch Warnstreiks mehr Nachdruck verleihen.
Lufthansa
Von Mitte des Jahres an können LH-Flugbegleiter ihren Tarifforderungen durch Warnstreiks mehr Nachdruck verleihen.

Der Tariffrieden bei Lufthansa geht möglicherweise im Sommer zu Ende. Die Gewerkschaft UFO hat die Tarifverträge für rund 19.000 Flugbegleiter bei der LH-Kerngesellschaft zum 30. Juni gekündigt.

Von Jahresmitte an sind somit Warnstreiks möglich, ohne dass Ufo dazu bereits konkrete Planungen angekündigt hätte.

Der LH-Konzern will nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch zunächst das Forderungspaket der Gewerkschaft abwarten. Die UFO-Flugbegleiter hatten zuletzt im Jahr 2015 bei der Lufthansa gestreikt. Der harte Konflikt konnte damals erst mit Hilfe des Schlichters Matthias Platzeck beigelegt werden.

Noch in diesem Monat sind laut Unternehmen Gespräche terminiert, bei denen über Tariffragen gesprochen werden soll. Der Termin sei allerdings vor der Kündigung vereinbart worden. Noch nicht ausgeräumt sind Differenzen um möglicherweise unrechtmäßige Zahlungen an die UFO und ihren Tarifvorstand Nicoley Baublies. Lufthansa verlangt knapp eine Million Euro zurück. (dpa)

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