Flüge gestrichen

Tschechien und Russland streiten um Flugrechte

Tschechien und Russland streiten sich um Überflugrechte. Mehrere Flüge zwischen beiden Ländern mussten abgesagt werden. Nun soll aber schnell eine Lösung her.

Zwischen Tschechien und Russland ist ein Streit um Flugrechte ausgebrochen. Nach Informationen des Prager Flughafens mussten am heutigen Dienstag mehrere Flüge der russischen Airline Aeroflot von und nach Moskau kurzfristig abgesagt werden. Das Prager Verkehrsministerium teilte mit, Moskau habe die Überflugrechte der Czech Airlines (CSA) über Sibirien eingeschränkt. Deswegen habe man seinerseits die Start- und Landerechte für russische Linien in Prag beschränkt.

Ein Grund für den Streit sei, dass die tschechische Airline sich über die Konditionen für den Flug über Sibirien beklagt habe, berichtete die russische Wirtschaftszeitung "RBK". Gleichzeitig betonte das Transportministerium in Moskau, dass die Behörden in Prag gegen ein früheres Übereinkommen verstoßen hätten. Details nannte das Ministerium nicht.

Die Regierungen in Moskau und Prag einigten sich am späten Vormittag auf einen Burgfrieden bis zum 7. Juli. "In der Zwischenzeit werden beide Seiten aktiv über eine Einigung verhandeln", hieß es in Prag. Die Route über Sibirien ist für europäische Fluggesellschaften die kürzeste Verbindung nach Asien. Czech Airlines bietet von Prag Direktverbindungen unter anderem nach Südkorea, Vietnam und China an.

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  1. Dieter Püschmann
    Erstellt 3. Juli 2019 12:59 | Permanent-Link

    Ich halte diesen Vorgang für absolut unverständlich und skandalös, wenn Fluggäste darunter leiden müssen, dass sich Behörden zweier Ländder nicht einigen können. Ein solcher Streit kann vieleicht seine Berechtigung haben; er ist aber keine Naturkatastrophe und muss damit nicht zwangsläufig zu unangekündigten oder sehr kurzfristig angekündigten Ausfällen von Flügen führen. Ich nenne das Erpressung auf dem Rücken der Kunden.

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