Flottenaustausch

Iran investiert Milliarden in Verkehrsflugzeuge

Die erfolgreichen Zweistrahler von Airbus sollen demnächst auch von Iran Air geflogen werden. Auf den A-380 (ganz rechts) wird hingegen verzichtet.
Airbus
Die erfolgreichen Zweistrahler von Airbus sollen demnächst auch von Iran Air geflogen werden. Auf den A-380 (ganz rechts) wird hingegen verzichtet.

Vor einer großen Modernisierung steht der National Carrier Iran Air. Mehr als 100 Jets von Airbus und 80 von Boeing sowie 20 Turboprops von ATR sollen beschafft werden.

Nach dem Milliardenvertrag mit dem US-Flugzeug-Hersteller Boeing steht nach Angaben der iranischen Regierung auch ein großes Geschäft mit Airbus kurz vor dem Abschluss. „In der nächsten Woche werden wir den Airbus-Deal unterzeichnen“, sagte Verkehrsminister Abbas Achundi am Sonntag der Nachrichtenagentur IRNA in Teheran. Es geht um 100 Airbus-Maschinen im Wert von zehn Milliarden US-Dollar (9,6 Mrd Euro).

Dies wurde auch vom Chef der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air bestätigt. Nur gibt es laut Farhad Parwaresh einige Änderungen in dem finalen Vertrag. Von den im Januar dieses Jahres bestellten 118 Airbus-Jets seien die A-380-Exemplare gestrichen worden. Daher werde der neue Vertrag 100 Maschinen im Wert von gut 9,5 Milliarden Euro beinhalten, so der Iran-Air-Chef.

Teheran hatte Anfang des Monats mit Boeing einen 15,7 Mrd. Euro schweren Vertrag zum Kauf von 80 Maschinen unterzeichnet. Die Geschäfte mit Airbus und Boeing wurden erst mit dem Atomabkommen von 2015 und der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen möglich. Mit den Maschinen will der Iran seine veraltete Flugzeugflotte modernisieren. Geplant sei zudem der Kauf von 20 Turboprops des italienisch-französischen Herstellers Avions de Transport Régional (ATR). (dpa)

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