Flotten-Ausbau

Bestellungen von Delta, China Eastern und Philippine Airlines

Delta hat noch mehr A-321 bestellt.
Airbus
Delta hat noch mehr A-321 bestellt.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen US-Rivalen Boeing ein weiteres Mal ausgestochen. Delta stockte ihre bestehende Bestellung über 45 Mittelstreckenjets in der Langversion A-321 auf. Auch andere Airlines oderten Maschinen.

Delta stockte ihre bestehende Bestellung über 45 Airbus-A-321 um 37 Maschinen auf, wie sie am Freitag in Atlanta mitteilte. Damit zog der Boeing mit seinem Konkurrenzmodell B-737 erneut den Kürzeren. Der Auftrag hat laut Preisliste einen Gesamtwert von 4,3 Mrd. US-Dollar (3,8 Mrd Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.

Die neuen Flugzeuge ersetzen bei Delta ältere Jets, die wegen ihres hohen Treibstoffverbrauchs als unrentabel gelten. Auch bei den Großraumjets setzt Delta inzwischen auf Modelle des europäischen Herstellers Airbus. Kleinere Jets wie die A-321 baut Airbus seit kurzem auch in einem neuen Werk in den USA. Zudem bescherte Delta Bombardier ein lang ersehntes Geschäft. Die Amerikaner bestellten 75 der neuen Mittelstreckenjets aus der C-Serie. Der Auftrag hat laut Preisliste einen Gesamtwert von 5,6 Mrd. US-Dollar. Zudem sicherte sich Delta die Option, 50 weitere Jets des Typs zu kaufen. Für Bombardier geht damit eine lange Hängepartie zu Ende. 19 Monate lang hatten die Kanadier keine neuen Festbestellungen mehr für ihr bislang größtes Flugzeug erhalten.

Die Fluggesellschaft China Eastern kaufte groß bei Airbus und Boeing ein. Das chinesische Unternehmen bestellte 20 der neuen Airbus-Großraumjets vom Typ A-350-900 und 15 Exemplare von Boeings Konkurrenzmodell B-787-9, wie es an der Börse in Schanghai mitteilte. Nach den Listenpreisen von 2014 hätten die Aufträge einen Gesamtwert von 9,9 Mrd. US-Dollar (8,7 Mrd Euro). Davon entfielen knapp 6 Milliarden auf Airbus und 3,9 Milliarden auf Boeing. China Eastern fliegt bisher mit Boeing-Jets vom Typ B-777 nach Los Angeles, New York, San Francisco, Toronto und Chicago. Mit den neuen Maschinen will sie die Ziele häufiger ansteuern und ihr internationales Flugangebot um 20 Prozent ausweiten.

Philippine Airlines bestellte fest sechs A-350-900 und sicherte sich die Option auf sechs weitere Flieger. Damit wurde ein Memorandum of Understanding von der Singapore Airshow umgesetzt. Die Fluggesellschaft will die Maschinen auf Non-stop-Flügen in die USA und auf neuen Verbindungen nach Europa einsetzen. (dpa/ASC)

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