Flixbus

Kurs auf 40 Mio. Fahrgäste

Für den deutschen Marktführer im Fernbus-Linienverkehr hat das Erreichen der Gewinnzone wohl nicht die oberste Priorität. Mit gleichbleibenden Preisen sollen deutlich mehr Fahrgäste angezogen werden.

Kunden des größten deutschen Fernbus-Anbieters Flixbus müssen in dieses Jahr nicht mit höheren Preisen für Tickets rechnen. Generell seien 2017 keinen Steigerungen zu erwarten, sagte Geschäftsführer André Schwämmlein dem „Tagesspiegel“. Es komme aber immer auf die genaue Nachfrage an: „Bei stark gebuchten Fahrten werden die letzten Tickets sicher auch einmal teurer werden.“

Nach der Liberalisierung des Fernbus-Marktes Anfang 2013 hatte sich die Zahl der Anbieter zunächst erhöht – inzwischen sind aber nur noch wenige Verbünde im Geschäft. Nach Daten des Berliner Marktforschungsinstituts Iges liegt der Marktanteil von Flixbus bei rund 90 Prozent, wenn man Fahrplan-Kilometer zugrunde legt. Die Konzentration nahm zuletzt immer mehr zu, Kritiker sehen inzwischen den Wettbewerb in Gefahr.

Eine mögliche Fernbus-Maut wäre aus Sicht Schwämmleins problematisch. „Wir müssten unser Angebot reduzieren, insbesondere auch in der Fläche“, sagte er der Zeitung. Steigende Kosten alternativ auf die Fernbus-Nutzer abzuwälzen, sei nicht möglich.

Insgesamt könne Flixbus in diesem Jahr weiter stark zulegen, schätzt der Geschäftsführer. Man werde „Fahrgastzahlen in der Größenordnung von 40 Millionen haben“ – 2016 seien es rund 30 Millionen gewesen. Das Münchner Unternehmen baut derzeit das Netz auch in anderen europäischen Ländern aus. „In der Summe wollen wir 2017 oder 2018 Geld verdienen. Das hängt auch davon ab, ob der Sommer gut läuft.“ Konkrete Geschäftszahlen nannte Flixbus nicht. (dpa)

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